Nach dem Rückgang im 14. und 15. Jahrhundert erreichte die Religiösität im 16. Jahrhundert einen neuen
Höhepunkt. Die negativen Aspekte dieser Entwicklung waren die Reformation durch Teilung, die religiöse
Unduldsamkeit, die Zersplitterung der Christenheit. Weitaus wichtiger war jedoch die religiöse Erneuerung. Beides wirkte sich im 17. Jahrhundert voll aus.
Zwei Fronten bildeten sich: für oder gegen
Martin Luther, für oder gegen die Rechtfertigung aus dem
Glauben. Um 1570 war Europa im Begriff protestantisch zu werden. Wenn Frankreich ins protestantische Lager übergetreten wäre,
hätte sich die Entwicklung nicht mehr aufhalten lassen. Eine Gegenströmung setzte mit dem Tridenter Konzil ein, der katholische Wiederstand gegen